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18/12/2017

Rückkehrer-Portrait: Sebastian Christoph (Finsterwalde)

Berlin – Chicago und dann doch wieder Finsterwalde
Weltenbummler Sebastian Christoph lies sich von den Menschen der Region zur Rückkehr inspirieren

Finsterwalde/Senftenberg. „Mich hat der Wunsch Geografie zu studieren aus meiner Heimatstadt Doberlug-Kirchhain weggehen lassen“, begründet Sebastian Christoph (32) seinen Weggang aus der Heimat. Als Auswahl standen die Universitäten in Dresden und Berlin zur Debatte. Die Hauptstadt wurde es dann schließlich. Nach dem Masterabschluss in Geografie arbeitete er als Wirtschaftsgeograf an der Berliner Universität. „Aufgrund meines Jobs musste ich viel reisen und lernte dadurch viele Menschen und deren Charaktere kennen“, beschreibt er seine zehnjährige Tätigkeit an der Universität. Wer viel reist, erhält auch viele Eindrücke: „Um alles Erlebte festzuhalten, beschäftigte ich mich immer intensiver mit der Fotografie und kaufte mir die erste Kamera“, erinnert er sich an den Start seiner neuen Karriere. Dass er neben den Reiseeindrücken auch immer mehr den Menschen in seiner Fotografie in den Vordergrund stellte, bescherte ihm die Bekanntschaft mit Steffi Hädicke (31): „Ich suchte eine Stylistin für ein Fotoshooting, und Steffi hat sich via Facebook bei mir gemeldet.“ Da beide einen Draht zueinander hatten, bahnte sich eine längere Zusammenarbeit, zunächst in Berlin, an. Zwischenzeitlich lockte aber wieder einmal die Ferne und Sebastian Christoph zog es für sechs Monate nach Chicago. „Ich war dort als Gastwissenschaftler tätig, merkte aber, dass die Heimat immer mehr lockte“, beschreibt er die Zeit. In der Tat waren die Wochenenden schon in Berlin immer mehr von Reisen ins heimische Elbe-Elster-Land gekennzeichnet. „Bei meinen Besuchen in der Heimat Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde stellte ich fest, dass immer mehr junge Leute zu sehen waren und eine merkliche Agilität in der Region zu spüren war“, zeigt er sich begeistert. Durch diese positive Grundstimmung der Menschen, fasste Sebastian Christoph den Entschluss wieder in die Heimat zu gehen und seiner Leidenschaft, der Fotografie, auch hauptberuflich nachzukommen. „Ich erzählte Steffi von meiner Idee ein Unternehmen in Finsterwalde zu gründen, das sich mit Fotografie beschäftigt“, beschreibt der Rückkehrer die Gründung. Lange Überzeugungsarbeit brauchte er nicht zu leisten. Heraus kam das Unternehmen „mir & mich“ in Finsterwalde. Mit professionellen Fotos, inklusive Make-up, wollen die beiden Jungunternehmer für Firmen und im privaten Bereich, zum Beispiel Hochzeiten, die Menschen in ihrer Heimat in Szene setzen. Zu den Rückkehrertagen am 27. und 28. Dezember wird der Jungunternehmer ebenfalls im Atrium in Finsterwalde zugegen sein: „Ich freue mich auf viele Besucher und bestimmt kann ich ein paar überzeugende Tipps für rückkehrwillige Auswanderer geben“, ist sich Sebastian Christoph sicher.

Die Rückkehrertage 2017 finden am Mittwoch dem 27.12. (10 bis 14 Uhr) im Kulturhaus der BASF Schwarzheide und am 28.12. (10 bis 15 Uhr) im Atrium, in der beliebten Marktpassage von Finsterwalde statt. Interessierte Unternehmen können sich, je nach bevorzugtem Standort, für Schwarzheide oder Finsterwalde anmelden. Bezüglich Fragen rund um die Präsentationsmöglichkeiten bei den diesjährigen Rückkehrertagen steht ihnen Heike Kuhl von der Agentur für Arbeit Senftenberg telefonisch unter 03573 808 141 oder per E-Mail unter Heike.Kuhl@arbeitsagentur.de zur Verfügung.