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08/12/2017

Rückkehrer-Portrait: Christoph und Franziska Trampler (Schwarzheide)

Auf Anruf – Unternehmensnachfolge

Schwarzheider Taxiunternehmen plant die familiäre Ablösung / Junge Familie kehrt in die Heimat zum Arbeiten und Leben zurück

Schwarzheide/Senftenberg. Dass die Lausitz immer mehr an Lebensqualität gewinnt, ist für viele berufliche Auswanderer bei den jährlichen, heimischen Familientreffen zu sehen. Lebensqualität war es auch, die eine junge Familie nach Schwarzheide zurückkehren lies. Franziska (35) und Christoph (39) Trampler haben einen Plan. Sie übernehmen in den nächsten Jahren das Taxiunternehmen ihrer Eltern beziehungsweise Schwiegereltern in Schwarzheide. „Wir hatten schon oft darüber geredet, ob und wann unsere Tochter und der Schwiegersohn uns als Unternehmer nachfolgen“, erzählt Horst Gerner, Inhaber des Taxiunternehmens in Schwarzheide. „Bei der Wirtschaftsförderung in Schwarzheide, bei Ute Kolanowski, haben wir uns auch nach Möglichkeiten für eine Unternehmensnachfolge erkundigt“, fügt Petra Gerner, Mutter von Franziska und Mitinhaberin des Unternehmens, hinzu.

Franziska Trampler lernte den Beruf der Krankenschwester in Frankfurt am Main. Nach der Ausbildung arbeitete sie als verantwortliche Schwester in der Notfallmedizin und qualifizierte sich zur Sozialassistentin im thüringischen Heiligenstadt. Schwiegersohn Christoph Trampler, aus Magdeburg stammend, ergriff den Beruf eines Kochs und erklomm über mehrere Stationen die Erfolgsleiter, bis hin zum Hoteldirektor. In dieser Position war er für ein namhaftes israelisches Unternehmen tätig. „Es gab sogar Angebote in Israel zu arbeiten und zu leben“, berichtet Christoph Trampler. Doch die Sicherheitsaspekte in Israel und die Sorge um seine junge Familie, lies die Karriere in den Hintergrund treten. Stattdessen rückte die Heimat immer mehr in den Vordergrund. Ein Stück Heimatverbundenheit zeigte sich schon, als das junge Ehepaar nach Berlin ging. „Aber auch Berlin ist eine Großstadt, in der Kinder nicht unbedingt frei von Einschränkungen aufwachsen können“, gibt Franziska Trampler zu bedenken. Da gleichzeitig im elterlichen Unternehmen die Unternehmensnachfolge zur Diskussion stand, begann für das junge Ehepaar eine ernsthafte Planung einer Rückkehr in die Heimat. Mit Unterstützung des Netzwerks „Zukunft Lausitz“ wurde dann ein Plan für die schrittweise Übernahme des Unternehmens durch das junge Ehepaar, für die kommenden Jahre, erarbeitet. „Wenn wir jetzt unsere beiden Kinder sehen, wie ungezwungen sie sich in Schwarzheide bewegen können, ist unser Entschluss mehr als bestätigt worden“, freuen sich die jungen Eltern. „Ein Blick in die Heimat lohnt sich immer, hier tut sich was“, so die einhellige Meinung der jungen Unternehmer.

Die Rückkehrertage 2017 finden am Mittwoch dem 27.12. (10 bis 14 Uhr) im Kulturhaus der BASF Schwarzheide und am 28.12. (10 bis 15 Uhr) im Atrium, in der beliebten Marktpassage von Finsterwalde statt. Interessierte Unternehmen können sich, je nach bevorzugtem Standort, für Schwarzheide oder Finsterwalde anmelden. Bezüglich Fragen rund um die Präsentationsmöglichkeiten bei den diesjährigen Rückkehrertagen steht ihnen Heike Kuhl von der Agentur für Arbeit Senftenberg telefonisch unter 03573 808 141 oder per E-Mail unter Heike.Kuhl@arbeitsagentur.de zur Verfügung.